Deutsche Apotheker- und Ärztebank folgen

Zahnärztinnen lassen sich seltener nieder als ihre männlichen Kollegen

Pressemitteilung   •   Dez 20, 2017 11:00 CET

Quelle: apoBank/IDZ

Der Anteil der Frauen, die sich für eine eigene Zahnarztpraxis entscheiden, ist 2016 um drei Prozentpunkte gesunken. Das zeigt die Auswertung der Existenzgründungen unter den Zahnärzten nach Geschlecht. Die Basis dafür liefert die "Existenzgründungsanalyse Zahnärzte“, die die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) gemeinsam mit dem Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) jährlich durchführt.

Nachdem in den Jahren 2014 und 2015 die Anteile an Existenzgründungen zwischen Frauen und Männern mit 48 zu 52 Prozent konstant geblieben sind, gab es 2016 eine leichte Veränderung: Der Frauenanteil sank auf 45 Prozent. „Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Frauen den Zahnarztberuf ergreifen, deuten unsere Analysen daraufhin, dass Zahnärztinnen sich gerade in den ersten Berufsjahren häufiger für die Anstellung entscheiden“, sagt Daniel Zehnich, Leiter des Bereichs Gesundheitsmärkte und -politik der apoBank. “Ob das auch so bleiben wird, ist fraglich, denn laut unserer Umfrage ‚Zukunftsbild Heilberufler 2030‘ sehen Zahnärztinnen die Selbständigkeit in einer Kooperation künftig als die attraktivste Form der Berufsausübung.“

Männer entscheiden sich häufiger für größere Zahnarztpraxen

Die Praxisinvestitionen sind bei männlichen Existenzgründern seit Jahren deutlich höher als bei Frauen. 2016 betrugen diese mit durchschnittlich 313.000 Euro um 28 Prozent mehr als bei den Existenzgründerinnen mit 245.000 Euro. Insgesamt investierte fast jeder zweite Zahnarzt mehr als 300.000 Euro in eine Praxisgründung, bei Zahnärztinnen war es knapp ein Viertel.

Die Analyse der Gesamtinvestitionen zeigt, dass Männer im Schnitt größere Praxen kaufen und dafür einen deutlich höheren Kaufpreis entrichten. Vor allem sind sie bereit, mehr für den so genannten ideellen Wert zu zahlen, also Praxen zu übernehmen, die zum Beispiel einen größeren Patientenstamm und höhere Praxiseinnahmen verzeichnen.

Zahnärztinnen gründen später

Die Entscheidung für eine eigene Zahnarztpraxis fällt in der Regel im Alter zwischen 30 und 39 Jahren. Ein Vergleich nach Geschlechtern zeigt: Im Durchschnitt gründen Zahnärztinnen mit 36,5 Jahren und sind damit ein Jahr älter als ihre männlichen Kollegen. 81 Prozent der männlichen Existenzgründer lassen sich bis zum 39. Lebensjahr nieder, bei Frauen sind es genau 70 Prozent. Es fällt auf, dass es gerade zwischen dem 30. und 34. Lebensjahr um 15 Prozent, also deutlich weniger weibliche Existenzgründer unter den Zahnärzten gibt.

Zehnich: „Es liegt auf der Hand, dass der signifikante Unterschied in eine Lebensphase fällt, in der häufig über den Kinderwunsch entschieden wird, und damit die Gedanken an eine eigene Praxis verständlicherweise in den Hintergrund treten. Unsere Zahlen zeigen aber, dass eine Entscheidung für die Selbständigkeit oftmals auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.“ Dafür spricht der höhere Frauenanteil (30 Prozent) in der Altersgruppe 40plus. Zum Vergleich: Der Männeranteil liegt hier bei 19 Prozent.

Über die apoBank

Mit 426.700 Kunden und über 110.000 Mitgliedern ist die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de

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