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 Ärztin im Gespräch mit einer Patientin
Bildquelle: PeopleImages/iStock/Getty Images Plus

Pressemitteilung -

Fachärzteschaft: Daumen hoch für die Primärversorgung

Fachärztinnen und Fachärzte stehen hinter der Idee der Primärversorgung, ein zentrales Strukturvorhaben, das das Gesundheitsministerium unter Nina Warken derzeit vorantreibt. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage vom SpiFa und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank), die sie gemeinsam auf dem SpiFa-Fachärztetag vergangene Woche durchgeführt haben.

82 Prozent der befragten Fachärztinnen und Fachärzte sehen ein Primärversorgungssystem als Chance, die zukünftige Gesundheitsversorgung angesichts der alternden Gesellschaft und der steigenden Anzahl an Behandlungen zu sichern. Sie setzen auf Digitalisierung, damit eine sinnvolle Patientensteuerung gelingt. Bereits heute haben KI und digitale Tools für mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) eine hohe Bedeutung im Arbeitsalltag. Datenschutz gilt als größte Hürde, wenn es um die Nutzung digitaler Anwendungen geht.

Auch wenn die fachärztliche Versorgung perspektivisch stärker ambulant werden soll, bleibt der Durchbruch bisher aus. Die Frage, ob die Hybrid-DRG derzeit ihre volle Wirkung in Bezug auf die Ambulantisierung entfalten, wird von 67 Prozent verneint. Für eine bessere sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Niedergelassenen und Kliniken nennen die Befragten vor allem den Bedarf an einem einheitlichen Vergütungsmodell, an erweiterten Kooperationsmöglichkeiten und weniger Bürokratie. Große Veränderungen im Patientenaufkommen werden von der Mehrheit nicht erwartet.

„Die Befragung zeigt, dass Fachärztinnen und Fachärzte die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen klar unterstützen“, sagt Nicole Wortmann, Leiterin des Bereichs Gesundheitsmarkt bei der apoBank. „Eine funktionierende Primärversorgung braucht dabei die enge Einbindung der fachärztlichen Expertise. Digitale Anwendungen und KI werden bereits heute als hilfreiche Instrumente zur Verbesserung der Abläufe wahrgenommen. Entscheidend ist nun, bestehende Hürden abzubauen und verlässliche Rahmenbedingungen für sektorübergreifende Zusammenarbeit zu schaffen, damit die Chancen konsequent genutzt werden können.“

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Über die apoBank

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de

Seit der Gründung vor 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen

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