Direkt zum Inhalt springen
Bildquelle: RealPeopleGroup / E+ / Getty Images

Pressemitteilung —

Zahnärztliche Niederlassung 2025: Gründer investieren verstärkt in die Weiterentwicklung der übernommenen Praxen

Die Investitionsbereitschaft der Zahnärztinnen und Zahnärzte in die eigene Niederlassung ist hoch: Sie zahlen höhere Kaufpreise für attraktive Praxen als in den vorherigen Jahren und investieren zugleich verstärkt in deren Weiterentwicklung. Gleichzeitig bleibt die Einzelpraxis die bevorzugte Form der Existenzgründung. Das zeigt die aktuelle Analyse der apoBank zu den zahnärztlichen Existenzgründungen des Jahres 2025.

Erstmals überschritt das durchschnittliche Investitionsvolumen bei Übernahme zur Gründung einer Einzelpraxis die Marke von 500.000 Euro. Getrieben wurde diese Entwicklung sowohl von gestiegenen Kaufpreisen als auch von umfangreichen Investitionen. Im Durchschnitt zahlten Zahnärztinnen und Zahnärzte einen Übernahmepreis von 255.000 Euro und investierten weitere 263.000 Euro in Modernisierung und Ausstattung. Damit lagen die gesamten Praxisinvestitionen 2025 im Schnitt bei 518.000 Euro und somit 15 Prozent über dem Vorjahresniveau.

„Die Ergebnisse zeigen, dass viele Gründerinnen und Gründer nicht nur die vorhandenen Praxisstrukturen übernehmen. Sie nutzen den Schritt in die Selbständigkeit, um die übernommene Praxis nach ihren Vorstellungen weiterzuentwickeln“, sagt Nicole Wortmann, Bereichsleiterin Gesundheitsmarkt bei der apoBank. „Ob Ausstattung, Digitalisierung oder neue Behandlungsmöglichkeiten – sie investieren über den Kaufpreis hinaus gezielt in die Zukunftsfähigkeit ihrer neuen Praxis.“

Große Spannbreite bei den gezahlten Übernahmepreisen

Die gezahlten Kaufpreise unterscheiden sich dabei erheblich: Zwölf Prozent der Einzelpraxisgründer zahlten höchstens 50.000 Euro für die übernommene Praxis. Gleichzeitig waren 13 Prozent bereit, einen Übernahmepreis von mindestens 500.000 Euro zu zahlen. Damit bietet der Markt Zahnärztinnen und Zahnärzten weiterhin unterschiedliche Optionen für den Einstieg in die Selbständigkeit – je nach individuellen Präferenzen von kleineren Praxen bis hin zu bereits ertragsstärkeren Standorten.

Neugründung: Investitionsumfang hängt von geplanten Praxisstrukturen ab

Besonders viel investierten Zahnärztinnen und Zahnärzte, die ihre Einzelpraxis vollständig neu gründeten. Hier belief sich 2025 das Investitionsvolumen einschließlich der erforderlichen Betriebsmittel im Schnitt auf 1,013 Millionen Euro. Die Höhe der Investitionen hängt allerdings eng mit den Expansionsplänen der Gründer zusammen: Wer bei der Neugründung einer Einzelpraxis die spätere Anstellung weiterer Zahnärztinnen oder Zahnärzte plante, investierte im Schnitt 1,155 Millionen Euro. Ohne entsprechende Anstellungspläne lag das durchschnittliche Investitionsvolumen bei 696.000 Euro.

„Die hohen Investitionssummen sind nicht allein Ausdruck gestiegener Preise. Sie spiegeln auch die unternehmerischen Entscheidungen der Gründerinnen und Gründer wider. Wer größere Praxisstrukturen plant, weitere Zahnärztinnen oder Zahnärzte beschäftigen möchte und entsprechende Wachstumsmöglichkeiten schafft, benötigt von Beginn an mehr Räume, Behandlungsplätze und eine umfangreichere technische Ausstattung“, erläutert Nicole Wortmann.

Kooperationen sind die günstigeren Varianten

Einen deutlich günstigeren Weg in die Selbständigkeit gehen diejenigen, die in eine Praxis als zusätzliche Inhaber einsteigen – dafür zahlten sie 2025 im Schnitt 370.000 Euro. Auch die Übernahme einer bestehenden Praxis mit einem weiteren Partner gehört zu den günstigeren Optionen und belief sich 2025 inkl. Übernahmepreis auf durchschnittlich 428.000 Euro je Praxisanteil. Für eine vollständig neu gegründete Berufsausübungsgemeinschaft wurden im Schnitt 655.000 Euro je Inhaber investiert.

Übernahmen und Einzelpraxen dominieren

Grundsätzlich gilt seit Jahren: Wer sich in der Zahnmedizin niederlassen möchte, entscheidet sich meist für die Übernahme einer bestehenden Praxis, um sie anschließend als Einzelpraxis weiterzuführen – im Jahr 2025 sind 65 Prozent der Gründerinnen und Gründer so vorgegangen.

Vollständige Neugründungen sind deutlich seltener, doch auch hier sind Einzelpraxen häufiger: 2025 gründeten acht Prozent eine Einzelpraxis neu, lediglich vier Prozent entschieden sich für die Neugründung einer Berufsausübungsgemeinschaft.

„Dass sich fast drei Viertel der Existenzgründenden für eine Einzelpraxis entscheiden, dürfte auch mit hoher Flexibilität und Gestaltungsfreiheit zusammenhängen“, sagt Nicole Wortmann. „Die Einzelpraxis verbindet unternehmerische Unabhängigkeit mit Wachstumsmöglichkeiten. Praxisinhaberinnen und -inhaber bleiben alleinige Entscheider, können ihre Kapazitäten bei Bedarf jedoch durch die Anstellung weiterer Zahnärztinnen und Zahnärzte erweitern.“

Mehr detaillierte Ergebnisse gibt es als Grafiken unten zum Download.

Themen

Kategorien


Über die apoBank

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de

Seit der Gründung vor 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen

Kontakt

  • Grafiken zu PM: apoBank-Analyse der zahnärztlichen Existenzgründungen 2025
    Lizenz:
    Nutzung in Medien
    Dateiformat:
    .pdf
    Download