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Bildquelle: Noko LTD/E+/getty images

Pressemitteilung

Apothekengründungen 2025: Kaufpreise geben nach, Frauenanteil sinkt deutlich

Die Stimmung im Apothekenmarkt hat sich inzwischen durch die jüngst beschlossene Apothekenreform und höhere Honorare verbessert. Doch die neueste Analyse der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) zu den Apothekengründungen 2025 deutet darauf hin, dass viele Investitionsentscheidungen im vergangenen Jahr noch von wirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Unsicherheit beeinflusst waren. So sanken die Kaufpreise für Apotheken im Schnitt um etwa ein Fünftel, und der Frauenanteil unter den Existenzgründenden fiel auf 41 Prozent.

Rückläufige Übernahmepreise

Nach den Höchstständen der Vorjahre sind die Kaufpreise für Apotheken spürbar gesunken. Apothekerinnen und Apotheker, die sich für die berufliche Selbständigkeit entschieden haben und eine eigene Apotheke übernahmen, zahlten hierfür durchschnittlich 461.000 Euro. Das ist der niedrigste Wert seit vielen Jahren. Im Jahr 2024 lag der durchschnittliche Übernahmepreis noch bei 584.000 Euro.

Insgesamt investierten die Existenzgründer 2025 einschließlich Übernahmepreis, Warenlager, Investitionen und Betriebsmitteln durchschnittlich 673.000 Euro in ihre erste eigene Apotheke. Trotz des Rückgangs bleibt die Spanne der Kaufpreise beachtlich: Während jede achte Apotheke für höchstens 50.000 Euro den Eigentümer wechselte, zahlte jeder zehnte Existenzgründer eine Million Euro oder mehr.

Immer weniger Apothekerinnen wagen den Schritt in die Selbständigkeit

Besonders auffällig ist der Rückgang des Frauenanteils unter den Gründenden. Obwohl 82 Prozent der angestellten Approbierten in öffentlichen Apotheken Frauen sind, entscheiden sich immer weniger von ihnen für die Selbständigkeit: 2025 sank der Frauenanteil unter den Existenzgründenden auf 41 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 48 Prozent, 2019 sogar 59 Prozent. Damit hat sich das Verhältnis innerhalb weniger Jahre deutlich verschoben.

„Aus den Gesprächen mit unseren Kundinnen und Kunden wissen wir, dass die wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Unsicherheiten der vergangenen Jahre die Gründungsbereitschaft deutlich belastet haben“, sagt Nicole Wortmann, Leiterin des Bereichs Gesundheitsmarkt bei der apoBank. „Nach unserer Beobachtung sind Frauen häufig vorsichtiger, wenn es um den Schritt in die Selbständigkeit geht. Entsprechend waren durch fehlende Planungssicherheit und die Ungewissheit über die wirtschaftliche Zukunft vor allem Apothekerinnen zurückhaltender bei der Existenzgründung.“

Übernahme bleibt erste Wahl für die Selbständigkeit

Der Weg zur eigenen Apotheke führt weiterhin nahezu ausschließlich über den Kauf eines bestehenden Betriebs. 61 Prozent der Gründerinnen und Gründer übernahmen 2025 eine Apotheke, um in die Selbständigkeit zu starten. Weitere 31 Prozent kauften eine Apotheke, um diese als Filiale einzubinden. Komplette Neugründungen bleiben mit insgesamt zwei Prozent die Ausnahme.

Apothekenverbünde mit hohen Gesamtinvestitionen

Jede fünfte übernommene Apotheke wurde 2025 im Rahmen eines Verbundes gekauft. Vier von fünf dieser Verbundübernahmen bestehen aus zwei Apotheken – dafür wurde ein durchschnittlicher Kaufpreis von knapp 1,1 Millionen Euro gezahlt. Einschließlich Warenlager, Investitionen und Betriebsmitteln lag die Gesamtsumme bei gut 1,4 Millionen Euro.

Auch hier zeigen sich die Frauen zurückhaltender: Wenn sie sich für einen Apothekenverbund entschieden haben, dann für die kleinere Variante mit zwei Apotheken. Ihr Anteil lag hier insgesamt bei 41 Prozent. Größere Verbünde bestehend aus drei Apotheken wurden ausschließlich von Männern übernommen.

Positive Signale für zukünftige Apothekengründungen

„Nach Jahren wirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Unsicherheit gibt es allerdings Anlass für Zuversicht, denn die jüngsten Reformen haben das Potenzial, die wirtschaftlichen Perspektiven von Apotheken zu verbessern“, resümiert Nicole Wortmann. „Erstmals seit langer Zeit sehen wir wieder ein Umfeld, das von mehr Planungssicherheit und einer spürbar positiveren Grundstimmung geprägt ist. Die politischen Signale der vergangenen Monate zeigen, dass die Bedeutung der Vor-Ort-Apotheken für die Gesundheitsversorgung wieder stärker in den Fokus rückt. Das sorgt für neue unternehmerische Perspektiven und positive Impulse für zukünftige Existenzgründungen.“

Die detaillierten Ergebnisse gibt es als Grafiken unten zum Download.

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Über die apoBank

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de

Seit der Gründung vor 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen

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  • Grafiken zu PM: apoBank-Analyse Apothekengründungen 2025
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