Pressemitteilung -
apoInstitutionell: Die Anlagetrends 2026 aus Sicht der Profis
Die ersten Handelstage im neuen Jahr haben es bereits gezeigt: Die starke Performance der meisten Aktienmärkte weltweit im vergangenen Jahr setzt sich zunächst auch 2026 fort. Vorhandene und neue geopolitische Risiken, die zuletzt durch die US-Intervention in Venezuela sowie die Drohungen Trumps gegenüber Grönland befeuert wurden, werden von den Kapitalmarktteilnehmern scheinbar ignoriert. Zu Recht?
Nur eine der Fragen, die auf der Veranstaltung „apoInstitutionell: Jahresausblick für professionelle Anleger“ der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) intensiv diskutiert wurden. Zu der Konferenz unter Moderation von Mirko Engels, Leiter Institutionelle Kunden der apoBank und Geschäftsführer der Fondstochter apoAsset, konnte das Institut rund 50 institutionelle Kundinnen und Interessenten begrüßen.
Wachstum schlägt Geopolitik | keine KI-Blase
Angesichts der vergleichsweise hohen Bewertungen an den Börsen treibt viele Kapitalmarktteilnehmende die Befürchtung um, dass sich die Märkte in einer Blase befinden könnten, die der Hype rund um Künstliche Intelligenz auslöst und die möglicherweise kurz vor dem Platzen steht. Hier konnte Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer der apoBank, vorerst Entwarnung geben: „Entgegen früherer Boomphasen etwa zu dot.com-Zeiten ist die starke Marktentwicklung diesmal von steigenden Gewinnerwartungen der Unternehmen unterstützt.“
Auch von konjunktureller Seite erwartet Pfingsten positive Impulse. „Dank eines günstigeren Mix aus Fiskal- und Geldpolitik sorgt die US-Wirtschaft für eine positive Überraschung und wächst dynamischer als im Vorjahr“, lautet eine seiner Thesen für das Jahr 2026. Auch China habe das Potenzial, die Erwartungen zu übertreffen, weil die Regierung in Peking dabei nachhelfe, das offizielle Wachstumsziel zu erreichen.
Für die globalen Aktienmärkte bedeute das, dass die Erträge weiterhin positiv sind, aber geringer ausfallen als im Vorjahr. „Hohe Erwartungen an die Gewinnentwicklung, erhöhte Bewertungen und ein kritischer Blick auf die hohen IT-Investitionen lassen nur wenig Raum für darüber hinaus gehende Kursgewinne“, so Pfingsten.
Regional bevorzugt die apoBank 2026 vor allem die Emerging Markets. Neben guten Wachstumsaussichten und einer vergleichsweise niedrigen Bewertung profitieren die Schwellenländer vom schwachen US-Dollar, da die meisten in der Weltleitwährung verschuldet sind.
Finanzierung des deutschen Gesundheitswesen als Investitionschance
Jenseits von Aktien zeichnet sich Private Debt, also die Finanzierung von Unternehmen durch Darlehen jenseits klassischer Bankkredite, als lukrative Anlageklasse aus. Institutionelle Investoren profitieren dabei von einem hohen Renditepotenzial, stabilen Cashflows, Illiquiditätsprämien und guten Diversifikationseigenschaften.
Eine interessante Zielbranche innerhalb der Anlageklasse Private Debt ist dabei der Gesundheitsmarkt, wie Sandro von Korff, Bereichsleiter Firmenkunden der apoBank, und Christoph Neff, Leiter Corporate Finance den Veranstaltungsteilnehmenden erläuterten. Getrieben durch Demografie, Digitalisierung und regulatorische Reformen wächst der Gesundheitsmarkt dynamisch. Dabei steigt der Finanzierungsbedarf, da die Transformation Investitionen in Infrastruktur, Technologie und Personal erfordert.
Dieser zusätzliche Finanzierungsbedarf lässt sich, so die Experten, durch klassische Bankkredite und öffentliche Mittel immer weniger decken. Die dadurch entstehende Finanzierungslücke werde verstärkt durch Private Debt gefüllt, deren Bedeutung als wichtige Finanzierungsquelle für Unternehmen im Gesundheitsmarkt kontinuierlich steige.
Die apoBank hat mit DCCP Deutsche Credit, einer Asset Management Plattform für private Kredite, eine Debt Fonds Kooperation geschlossen, um institutionellen Anlegern Investitionen in den Markt zu ermöglichen. Die erste Transaktion im Rahmen dieser Kooperation wurde auf dem Symposium als Fallstudie vorgestellt und zeigt, so Neff, die attraktiven Renditechancen.
Healthcare Private Equity weiterhin attraktiv
Eine andere Möglichkeit, am Wachstum des Gesundheitsmarkts zu partizipieren, bietet die Anlageklasse Private Equity.
Private Equity Investitionen allgemein haben aufgrund attraktiver Einstiegsbewertungen zuletzt weiter an Zuspruch im institutionellen Umfeld gewonnen. Und auch hier spielt der Gesundheitsmarkt, genauer gesagt der Subsektor Health Care Services, laut Jan-Frederik Modell, Direktor bei Black Rock Private Equity Partners, eine wichtige Bedeutung. Der Grund: skalierbare Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden und gut planbaren Cashflows.
Die apoBank hat bereits 2020 zusammen mit BlackRock Private Equity Partners eine Strategie entwickelt, die institutionellen Anlegern mittels eines innovativen Beteiligungsmodells Zugang zum Gesundheitsbereich des Private Equity Marktes ermöglicht. Mittlerweile ist der Portfolioaufbau wie geplant abgeschlossen.
Diversifikation lohnt sich wieder
Eine wichtige Erkenntnis aus dem Kapitalmarktjahr 2025 hatte Christian Hein, Senior Portfolio Manager der apoBank-Tochter apoAsset, im Gepäck: Diversifikation lohnt sich wieder.
In den Jahren zuvor hatte die Dominanz und fulminante Wertentwicklung der so genannten Magnificent 7 dieses Grundprinzip der Kapitalanlage infrage gestellt und aktive Fondsmanager vor Herausforderungen gestellt.
2025 konnten gut diversifizierte Portfolios erstmals wieder Mehrwerte liefern, so Hein. Unter anderem hätten Rohstoffinvestments wie Gold und Silber historische Wertbeiträge geliefert.
Das zeigte sich auch in den Multi Asset Portfolios der apoAsset, in denen aktive Fondsmanager teils deutlich höhere Renditen erzielen konnten als der jeweilige Vergleichsindex. Als Beispiel präsentierte Hein den Teilnehmenden das bereits mehrfach ausgezeichnete Global ETFs Portfolio der Fondsgesellschaft.
„apoInstitutionell“ steht für den Wissenstransfer der apoBank im institutionellen Anlagegeschäft. Auf Veranstaltungen und in Fachbeiträgen werden aktuelle Markttrends aufgespürt sowie Methoden und Investitionsmöglichkeiten für professionell Anlegende vorgestellt.
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Über die apoBank
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de
Seit der Gründung vor 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen