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V.l.n.r: Rolf Fellmann, Angel Engine e.V, das Siegerteam Thomas Prokopp und Frank Willems von medipee, Joachim Poetsch, MED+, Manuel Schäfer, AOK, Theresa Lentes, apoBank und Andreas Meyer-Falcke, Landesregierung NRW (Foto: Karina Vilenskaja)
V.l.n.r: Rolf Fellmann, Angel Engine e.V, das Siegerteam Thomas Prokopp und Frank Willems von medipee, Joachim Poetsch, MED+, Manuel Schäfer, AOK, Theresa Lentes, apoBank und Andreas Meyer-Falcke, Landesregierung NRW (Foto: Karina Vilenskaja)

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Startup medipee gewinnt den d-health up Wettbewerb

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch am Ende konnte die digitale Urinanalyse des Startups medipee die Fachjury am meisten überzeugen. Insgesamt fünf Gründerteams, die sich mit ihren Innovationen für das Gesundheitswesen am diesjährigen d-health up Wettbewerb beteiligt haben, wurden für das Finale nominiert und traten am 10. November in der Zentrale der Deutschen Apotheker - und Ärztebank (apoBank) live gegeneinander an.

Genau sieben Minuten Zeit hatten die Teams, um die eigene Idee vor Publikum und der Fachjury, mit Theresa Lentes, Referentin für Healthcare Solutions bei der apoBank, Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, CIO der Landesregierung NRW und Manuel Schäfer, Leiter Marketing und Prävention der AOK Rheinland/Hamburg, zu präsentieren. „Die Entscheidung fiel auf medipee, weil es sich um eine innovative Idee handelt, die durch ihre Einfachheit besticht, jedoch unzählige Anwendungsfelder im Bereich der Medizin, der Pflege und darüber hinaus bietet“, erklärte Theresa Lentes das Juryurteil. Die Gewinner erhielten 5.000 Euro Preisgeld.

Die Siegeridee

Die Vision der beiden Gründer Frank Willems und Thomas Prokopp ist eine einfache, digitale und automatisierte Urinanalyse direkt in der Toilette. Möglich macht dies ein apfelgroßes, innovatives Analysegerät, das im WC befestigt wird und Daten aus dem Urinstrahl misst. Die Aktivierung des Analysegeräts und die Auswertung der gemessenen Gesundheitsdaten erfolgt im Anschluss mit der App namens uroli. Zurzeit durchläuft medipee den Prüfprozess zur Aufnahme in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen (kurz: DiGA) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und könnte so den Weg in die Regelversorgung finden.

„Als 2016 unsere Idee entstand, sagten kritische Stimmen: Mit dem Handy auf die Toilette, das macht doch keiner. Heute sieht das ganz anders aus“, so Frank Willems, Geschäftsführer von medipee. „Wir freuen uns riesig und sind total überwältigt von unserem heutigen Sieg, der uns dabei hilft noch mehr Aufmerksamkeit und Wahrnehmung für unser Thema zu bekommen. Im nächsten Schritt geht es jetzt darum, unsere Idee auf den Markt zu bringen“, ergänzte Thomas Prokopp, Mitgründer und Kaufmännischer Leiter bei medipee.

Weitere Innovationen für den Gesundheitsmarkt

„Wir sind die Apotheke vor Ort und bringen Arzneimittel sicher bis vor die Haustür der Patientinnen und Patienten“, erklärte Katrin Hopf, Co-Founderin von apocourier am Finalabend. Sie belegte zusammen mit Mitgründer und CEO, Oliver Bordt, den zweiten Platz. Der Apotheken-Botendienst aus Gierlingen erleichtert mittels Courier-Box und App eine zuverlässige Auslieferung von Arzneimitteln. Die Box überwacht den Zustand der auszuliefernden Medikamente, kommt es zu Abweichungen, zum Beispiel bei der Kühltemperatur, werden Botendienst und Apotheke unmittelbar informiert.

Der dritte Platz ging an Novaheal. Samuel Bongartz stellt mit seinen Mitgründern, Valentin Johannsen und Turan Tahmas, eine praxisnahe und mobile Lernplattform für Auszubildende in der Pflege bereit. „Wir aktualisieren die Lehrinhalte der App laufend und sind damit deutlich schneller als jedes Lehrwerk für die Pflegeausbildung“, antwortete Samuel auf eine Rückfrage aus der Fachjury.

Zu den Finalisten zählte auch ALFA AI. Von den drei Münchenern kommt eine KI-gestützte Plattform für Bewegungstrainings, die bei individuellen Physiotherapien begleitet. Patientinnen und Patienten können die Ausübung ihrer Bewegungen über ihre Handykamera aufzeichnen lassen und erhalten Rückmeldung zur Qualität der Ausführung - vollkommen anonym und datenschutzkonform. „Im direkten Kontakt mit den Trainern kann es sein, dass sich erkrankte Menschen zum Beispiel aus Scham oder anderen Motiven verstellen, mit ALFA AI bleibt dies aufgrund der Anonymität der Daten aus“, so Alexandr Floka, Geschäftsführer von ALFA AI.

Von Dr. Markus Lindemann und Benedikt Hofmeister aus Bochum stammt eine Virtual-Reality-Laserschutzbrille zur Schmerzlinderung bei Hautbehandlungen mittels Laser. „Wenn ich unsere Innovation in wenigen Worten beschreiben müsste, würde ich sagen: Boardentertainment während der Laserbehandlung“, so Benedikt Hofmeister, Geschäftsführer und Gründer von L-infinity.

Alle fünf Finalisten haben zuvor an einem Kommunikations- und Pitchtraining teilgenommen und hatten inzwischen die Möglichkeit, ein Netzwerk zu Akteuren und Investoren im Gesundheitswesen zu knüpfen, welches sie bei der Weiterentwicklung der Idee umfassend unterstützen wird.

Der d-health up fand bereits zum zweiten Mal statt und wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt - das versprachen zum Abschluss der Veranstaltung die Initiatoren, Angel Engine e.V. und das Düsseldorfer Forum MED+. Es werden also weiterhin innovative Lösungen für alle Bereiche des Gesundheitswesens gesucht. Der Startschuss wird im kommenden Jahr wieder zusammen mit der Startup Woche Düsseldorf erfolgen.

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Anita Widera

Anita Widera

Pressekontakt Pressereferentin 0211 5998 153

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