Deutsche Apotheker- und Ärztebank folgen

Medical Startup-Pitch bei der apoBank

News   •   Feb 07, 2019 13:12 CET

apoBank-Chef Ulrich Sommer (l.) und Stephan Schneider, Vorstandsvorsitzender der "Digitalen Stadt Düsseldorf" (r.) überreichten die Siegerurkunde an Steffen Preuß von ichó systems GmbH. (Bild: Karina Vilenskaja)

Ein digitaler Gesundheitscoach für Diabetes-Patienten, ein interaktiver Ball zur Behandlung von Alzheimererkrankung, eine Rehabilitations-App bei Phantomschmerzen, Virtual- und Augmented Reality für die Heimdialyse und eine Notfallapp – diese fünf Entwicklungen aus dem Bereich Digital Health standen auf dem Programm des „Digitalk“ am 6. Februar 2019 in der Düsseldorfer Zentrale der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank).

Über hundert Teilnehmer lauschten den jungen e-Health-Unternehmern, die auf Einladung des Vereins DSD – Digitale Stadt Düsseldorf und des Düsseldorfer Forums für Gesundheitswirtschaft MED+ ihre Ideen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung präsentierten. Im Rahmen eines Pitches hatten die Entwickler jeweils acht Minuten lang die Gelegenheit, die Funktionsweise und den Nutzen ihrer Produkte beziehungsweise Services den Anwesenden zu erklären. Danach entschied das Publikum - Experten und Unternehmen aus dem Bereich Digitalisierung im Raum Düsseldorf -, welche Idee an diesem Abend die innovativste war.

Therapieball überzeugte

Als Sieger ging ichó hervor, ein Therapieball, der auf alle äußeren Einflüsse, wie Druck, Annäherung, Streicheln, Fangen etc. reagieren kann. Mit farbigem Leuchten, Vibrationen, Klängen oder Musik fördert ichó Motorik und Kognition des Patienten. Auf diese Weise kann er aktuell in der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen helfen. Geplant ist eine Weiterentwicklung für alle kognitiven Krankheitsformen, beispielsweise für Kinder mit Authismus. 

Die Geschäftsidee von ichó systems GmbH stellte an diesem Abend Steffen Preuß, einer der Gründer und Geschäftsführer des Startups vor. Die Möglichkeit, die Ideen vor einem interessierten Publikum darzustellen, nehmen sie grundsätzlich sehr gerne wahr, sagte Preuß. "Es hilft dabei, ein Netzwerk aufzubauen und Partner zu finden, die mit uns den Weg gehen. So können wir auch die Entwicklung immer wieder abgleichen und prüfen, ob wir auf dem richtigen Weg sind."

Innovative eHealth-Lösungen dringend nötig

Der Gesundheitsmarkt erlebt eine tiefgreifende Transformation, die Digitalisierung verändert Informations-, Kommunikations-, Verwaltungs- und Versorgungsangebote. Ideen dazu gibt es viele, welche sind aber wirklich nützlich? Mehr Transparenz und Orientierung im Bereich Digital Health ist ein wichtiges Anliegen der apoBank, ebenso die Förderung der Innovationen, die auch die Gesundheitsversorgung tatsächlich verbessern und die Heilberufler in ihrer Arbeit sinnvoll unterstützen.

"Wir wissen: Oft schaffen es gute Ideen nicht alleine, den Weg in die Versorgung zu finden. Es braucht starke Partner und ein Netzwerk, die die jungen Macher unterstützen. Diese Rolle übernehmen wir als apoBank sehr gern. Wir wollen die zukünftigen Entwicklungen auch auf diesem Feld aktiv mitgestalten", sagte Ulrich Sommer, Vorstandsvorsitzender der apoBank, zur Begrüßung.

Stellvertretend für die Veranstalter sprach an diesem Abend auch der Beigeordnete für Gesundheit der Landeshauptstadt Düsseldorf Prof. Andreas Meyer-Falcke: "Die Landeshauptstadt fördert Startups in vielfältiger Weise, zum Beispiel mit unserem Startplatz, dem Inkubator und Accelerator für innovative Business-Ideen, mit dem Digihub, in dem auch die Digitale Stadt Düsseldorf vertreten ist, oder im Rahmen unserer Startup-Woche - und als Beigeordneten für Gesundheit beeindruckt mich immer wieder der Ideenreichtum der Startups aus dem Bereich eHealth."

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