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Bildquelle: mediaphotos/iStock/Getty Images
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Green Hospital: „Es müssen nicht zwingend aufwendige Projekte sein“

Ein durchschnittlich großes Klinikum mit 200 bis 300 Betten verbraucht mit seinem Rund-um-die-Uhr-Betrieb so viel Energie wie eine Kleinstadt, in jedem Krankenhaus fließen täglich 300 bis 600 Liter Wasser pro Bett und jährlich fällt pro Patient fast eine Tonne Müll an. Viel Potenzial also für mehr Umweltschutz - doch wie können Kliniken es bewerkstelligen, ohne dass die Qualität der Patientenversorgung leidet? Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat für ihre Kunden Tipps und Anregungen zu ökologischen Ansätzen für den Krankenhaussektor zusammengetragen. „Green Hospitals - Klimaschutz trotz Kostendruck“ zeigt auf, warum es sich lohnt, heute schon mit dem Umbau zum klimafreundlichen Krankenhaus zu starten und wie die ersten Schritte aussehen könnten.

„Den Green Hospital-Ansatz gibt es schon seit den 70-er Jahren, trotzdem verfolgen in Deutschland nur etwa sechs Prozent der Krankenhäuser eine dezidierte Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt Patrick Miljes, Leiter des Bereichs Firmenkunden bei der apoBank. „Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, dass Maßnahmen für mehr Klimaschutz oft kostspielig sind und keine direkte Auswirkungen auf die Patientenversorgung haben. Gleichzeitig wird von Kliniken erwartet, mit knappen finanziellen Mitteln die Versorgungsqualität kontinuierlich zu verbessern, die Digitalisierung voranzutreiben und aktuell zusätzlich noch die Herausforderungen der pandemischen Lage zu meistern. Ein Wandel zu einem Green Hospital braucht aber zahlreiche Investitionen, deshalb ist der aktuelle Stopp der Förderprogramme für energetische Sanierung problematisch, vielmehr ist eine gezielte finanzielle Unterstützung seitens des Staates zwingend notwendig.“

Viel Spielraum für nachhaltigeres Wirtschaften

Das meiste Potenzial für einen umweltfreundlicheren Krankenhausbetrieb liefert das Energiemanagement und die Regulierung des Heizwärme- und Kältebedarfs, was jedoch technisch eine Modernisierung der Einrichtungen sowie nachhaltige Gestaltung von Neu- und Umbauten bedeutet. „Gerade bei begrenzten finanziellen Spielräumen sind Krankenhäuser gut beraten, nicht erst zu warten, bis die Politik ein Investitionsprogramm beschließt, sondern schnellstmöglich eigene Maßnahmen auf den Weg zu bringen – das lohnt sich sogar, denn Energieeffizienz ist zugleich ökologisch und ökonomisch sinnvoll“, sagt Miljes. „Es müssen nicht zwingend aufwendige Projekte sein, bereits mit kleineren Vorhaben können sich Kliniken auf den Weg zum Green Hospital machen.“

Maßgeschneiderte Lösungen müssen her

Ein ökologischer Umbau eines Klinikums ist nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch herausfordernd, denn währenddessen muss der Betrieb 24 Stunden an sieben Tagen aufrechterhalten werden. Auch strenge Hygienestandards stehen häufig einem umweltschonenden Abfallmanagement im Wege. „Jedes Krankenhaus ist dabei einzigartig, es hat seine eigenen Abläufe und einen gewachsenen Gebäudekomplex, so dass Blaupausen kaum möglich sind, vielmehr müssen maßgeschneiderte Konzepte her“, sagt Miljes. „Doch es gibt inzwischen viele interessante Ansätze für einen klimafreundlichen Klinikbetrieb, daraus können wir lernen und diese für neue Lösungen adaptieren. Auch die apoBank will an dieser Stelle unterstützen und wird ihre Beraterinnen und Berater im Thema Nachhaltigkeit schulen und zertifizieren.“

Weitere Impulse für den Weg zum grünem Klinikum gibt es auch in der letzten Ausgabe des Unternehmensmagazins der apoBank „Richard“.

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Anita Widera

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