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apoBank-Podcast: Wie stark trifft die GKV-Reform Arztpraxen wirklich?

Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz sorgt in vielen Arztpraxen für Verunsicherung. Negative Schlagzeilen über sinkende Einnahmen prägen seit Monaten die Debatte. Doch wie stark werden niedergelassene Ärztinnen und Ärzte tatsächlich betroffen sein? Drohen spürbare Honorareinbußen? Und lohnt sich unter diesen Vorzeichen der Schritt in die eigene Praxis überhaupt noch?

In der aktuellen Folge des apoBank-Podcasts spricht Lukas Kaster, Abteilungsleiter Gesundheitsmarkt und Gesundheitspolitik bei der apoBank, mit Heike Junge-Rappenberg, Praxisberaterin und Fachdozentin für ärztliche Abrechnung, über die konkreten Auswirkungen der Reform auf Arztpraxen. Sie ordnen die aktuelle Diskussion aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein, warnen vor pauschalen Rückschlüssen aus öffentlichen Debatten und plädieren für einen differenzierten Blick auf Fachrichtung und Leistungsprofil.

„Sich sorgen bringt uns nicht weiter, wir müssen uns die Zahlen anschauen“, sagt Junge-Rappenberg und empfiehlt Praxisinhabern, ihre Honorarbescheide und KV-Abrechnungen genauer zu analysieren, „nur so kann man die tatsächlichen Auswirkungen der Reform auf die eigene Praxis nachvollziehen.“ Anhand konkreter Beispiele erläutert sie, welche Fachgruppen potenziell stärker betroffen sein könnten und zeigt auf, welche Kompensationseffekte möglich sind.

Das Fazit beider Experten: Ja, die Reform werde für einzelne Praxen finanzielle Auswirkungen haben. Gleichzeitig gibt es aber auch positive Effekte: Die Fixkostendegression in der so genannten hausarztzentrierten Versorgung ist vom Tisch, und die extrabudgetäre Vergütung für bestimmte psychotherapeutische Leistungen soll wieder ausgeweitet werden. Die tatsächlichen Folgen unterscheiden sich letztlich je nach Ausrichtung der Praxis, können aber noch nicht abschließend genauer beziffert werden, denn viele Entscheidungen mit Einfluss auf die künftige Honorarsituation seien noch offen und müssen von den KVen noch verhandelt werden.

Doch eins ist klar: Wer die wirtschaftlichen Kennzahlen der eigenen Praxis kennt und strategisch handelt, für den bleibt die Niederlassung eine attraktive Option der unabhängigen Berufsausübung mit viel Gestaltungsspielraum. „Wirtschaftlicher Erfolg entsteht nicht durch die Politik, sondern durch die richtige Praxisstrategie“, resümiert Kaster.

Das gesamte Interview steht hier zum Nachhören bereit.

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