Pressemitteilung -
Starkes Jahresergebnis 2025 – deutliches Wachstum im Kundengeschäft
- Agenda 2025: Erfolgreich abgeschlossen – Transformation trägt
- Starkes Darlehensneugeschäft
- Neue Gelder in Vermögensverwaltung mehr als verdoppelt
- 6 % Dividende vorgeschlagen
- Strategieprogramm Primus 2028 gestartet
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einer positiven Entwicklung ab. Der Jahresüberschuss stieg auf 99,8 Mio. Euro (2024: 96,0 Mio. Euro). Damit werden der Aufsichtsrat und der Vorstand der Vertreterversammlung erneut eine Dividende von 6 % vorschlagen. Das operative Ergebnis vor Risikovorsorge beträgt 413,3 Mio. Euro (2024: 408,2 Mio. Euro) und bleibt damit das dritte Jahr in Folge auf einem hohen Niveau.
Matthias Schellenberg, Vorsitzender des Vorstands: „2025 war für die apoBank ein starkes Jahr. Mit dem erfolgreichen Abschluss unseres Strategieprogramms Agenda 2025 haben wir ein wichtiges Kapitel abgeschlossen – und die Ergebnisse zeigen: Unsere Transformation trägt. Ein dynamisches Kreditneugeschäft, ein kräftig ausgebautes Vermögensgeschäft und ein Rekord-Zins- und Provisionsüberschuss. Das gibt uns Rückenwind für unser neues Programm Primus 2028 und unseren Anspruch, die Nummer 1 für alle Heilberufler zu werden.“
Sehr lebhaft war das Darlehensneugeschäft bei Baufinanzierungen. Neue Finanzierungen stiegen um 40 %. Mit einem Plus von rund 20 % bei neuen Krediten zur Finanzierung von Praxen und Apotheken erreichte der Kreditbestand 8,8 Mrd. Euro (2024: 8,5 Mrd. Euro). Die Marktposition der apoBank ist hier ungebrochen.
Sehr erfolgreich war die Bank im Vermögensberatungsgeschäft mit Privatkunden. Die neu eingeworbenen Mittel stiegen um mehr als das Doppelte auf 1,3 Mrd. Euro. Damit betreut die Bank 9,4 Mrd. Euro (2024: 7,7 Mrd. Euro) im mandatierten Geschäft. Insgesamt erreichte das Depotvolumen 16,0 Mrd. Euro (2024: 13,5 Mrd. Euro), ein Plus von 18,5 %.
Die gestiegene Anziehungskraft der Bank macht sich auch bei der Kunden- und Mitgliederbasis bemerkbar. Die Zahl der Kunden stieg um knapp 8.000 auf 513.665, darunter 111.591 Mitglieder. Damit wuchs auch die Zahl der Mitglieder – gegen den Markttrend.
Finanzausblick 2026
Mit Blick auf die volatilen Märkte und zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten werden Vorhersagen immer schwieriger, auch wenn die apoBank aufgrund ihres besonderen Geschäftsmodells von den Entwicklungen nur indirekt betroffen ist.
Dr. Christian Wiermann, Finanzvorstand: „Wir wollen 2026 das gute operative Niveau halten und werden weiterhin konsequent in unser Kundengeschäft investieren. Für 2026 planen wir mit einem stabilen Ergebnis – und einer verlässlichen Dividende für unsere Mitglieder. Sollte der positive Jahresstart sich fortsetzen, werden wir das Ergebnis 2025 sogar leicht übertreffen können.“
Neues Strategieprogramm Primus 2028 gestartet
Mit dem neuen Strategieprogramm Primus 2028 richtet die apoBank ihren Fokus noch stärker auf angestellte Heilberufler. Gleichzeitig entwickelt sie ihr Angebot für selbständige Heilberufler weiter. Ziel ist, die Position im Gesundheitsmarkt in den nächsten drei Jahren weiter auszubauen und sich langfristig als erste Adresse für alle Heilberufler – selbständige, angestellte und Studierende – zu etablieren.
Die quantitativen Zielgrößen des Programms sind:
- mehr als 50 % Marktanteil an Praxis- und Apothekengründungen in Deutschland,
- 20 Mrd. Euro Depotvolumen im Vermögensgeschäft und
- 10.000 neue Kundinnen und Kunden unter angestellten und angehenden Heilberuflern pro Jahr.
Matthias Schellenberg: „Wir wollen weiter wachsen und noch mehr Heilberufler für die apoBank gewinnen - mit exzellenten Produkten, intuitiven digitalen Angeboten und unserer Gesundheitsmarktkompetenz.“
Um dieses Wachstum zu ermöglichen, stärkt die apoBank ihre Vertriebskanäle. So baut die Bank in diesem Jahr das Beratungscenter Private Banking auf – einen zusätzlichen zentralen Vertriebskanal, der auf die digitale und persönliche Beratung angestellter Heilberufler ausgerichtet ist. Auch für Studierende der Heilberufe hat die apoBank bereits begonnen, die Betreuung auszuweiten, um Kundinnen und Kunden schon frühzeitig zu gewinnen.
Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 im Einzelnen
Der Zinsüberschuss lag bei 977,1 Mio. Euro (2024: 972,0 Mio. Euro). Ein starkes Darlehensneugeschäft – die Neuausleihungen stiegen auf 6 Mrd. Euro (2024: 5,0 Mrd. Euro) – kompensierte negative Effekte im Einlagengeschäft infolge des sinkenden Zinsniveaus.
Der Provisionsüberschuss stieg deutlich auf 197,7 Mio. Euro (2024: 177,2 Mio. Euro). Wesentlicher Treiber waren Erträge aus dem Wertpapiergeschäft mit Kunden und höhere Vermittlungsprovisionen.
Der Verwaltungsaufwand stieg im Berichtsjahr auf 783,6 Mio. Euro (2024: 731,1 Mio. Euro). Im Personalaufwand schlugen höhere Löhne und Gehälter sowie höhere gesetzliche Abgaben und Rückstellungen für die betriebliche Altersvorsorge zu Buche. Die Sachaufwendungen inkl. Abschreibungen waren geprägt von Investitionen in Projekte und Aufwendungen für Dienstleistungen.
Die Cost-Income-Ratio lag mit 66,3 % auf dem Vorjahresniveau. (2024: 66,5 %). Damit erreicht die Bank weiterhin ihr Ziel einer Cost-Income-Ratio von unter 70 %.
Das operative Ergebnis, d. h. das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, erreichte 413,3 Mio. Euro (2024: 408,2 Mio. Euro). Vor allem aufgrund der günstigen Ertragsentwicklung haben wir unsere Planungen deutlich übertroffen.
Die Risikovorsorge für das operative Geschäft belief sich auf -78,6 Mio. Euro (2024: -61,4 Mio. Euro). Ein Grund für den Anstieg waren höhere Nettozuführungen zu Einzelwertberichtigungen, vor allem im Firmenkundengeschäft.
Die Risikovorsorge mit Reservecharakter verdreifachte sich fast auf -98,8 Mio. Euro (2024: -35,0 Mio. Euro). Damit hat die Bank auch in diesem Jahr ihre Reserven deutlich gestärkt.
Nach einem Sondereffekt im Jahr 2024 ging das Betriebsergebnis auf 235,9 Mio. Euro zurück (2024: 311,7 Mio. Euro). Nach Steuern kam der Jahresüberschuss auf 99,8 Mio. Euro (2024: 96,0 Mio. Euro).
Die Bilanzsumme war auch im Berichtsjahr stabil bei 52,4 Mrd. Euro (2024: 51,8 Mrd. Euro). Kredite an Kunden waren stabil bei 35,0 Mrd. Euro. Die Kundeneinlagen legten auf 33,2 Mrd. Euro zu, ein Plus von über 9 %. Die regulatorischen Kapitalquoten sind gestiegen; die harte Kernkapitalquote kletterte auf 20,9 % (2024: 17,1 %), die Gesamtkapitalquote auf 22,7 % (2024: 18,3 %).
Unter folgenden Links finden Sie die Geschäftszahlen im Überblick und die Finanzberichte der apoBank.
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Über die apoBank
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de
Seit der Gründung vor 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen