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apoBank-Symposium "apoInstitutionell" in den Kölner Balloni-Hallen
apoBank-Symposium "apoInstitutionell" in den Kölner Balloni-Hallen

Pressemitteilung -

Nachhaltig anspruchsvolles Umfeld für institutionelle Investoren

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen verpflichtungsorientierte Anleger weiterhin vor gravierende Herausforderungen. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat deshalb ihre Kompetenzen für das Kundensegment im Bereich „Institutionelle & Asset Management“ gebündelt, der von Dr. Hanno Kühn, Chief Investment Officer der apoBank, verantwortet wird. Die Leitung für das institutionelle Kundengeschäft liegt bei Mirko Engels.

Symposium „apoInstitutionell“ adressiert drängendste Themen

Kühn und Engels präsentierten auf dem Symposium „apoInstitutionell“ in Köln die neue Aufstellung, deren Synergien und Services, die sich künftig noch mehr am wichtigsten Kundenbedürfnis orientieren: der Erfüllung zugesagter Leistungsverpflichtungen. Der neue Bereich bildet hier das zentrale Kompetenzcenter des Instituts, in dem eine Vielzahl von Leistungen gebündelt werden – von der Markteinschätzung für die strategische Allokation über die Umsetzung mittels geeigneter Investitionskonzepte bis hin zur Bereitstellung notwendiger Kontroll- und Reportingformate.

In seiner Eröffnungsrede benannte Ulrich Sommer, Vorstandsvorsitzender der apoBank, die drei drängendsten Themen für Altersvorsorgeeinrichtungen wie Versorgungswerke und Pensionskassen: die Entwicklungen bei Zins und Inflation, die zunehmende Regulatorik sowie den Umgang mit nachhaltigen Investments, der bei der Veranstaltung im Mittelpunkt stand.

Bondsrendite auf neuem Tiefpunkt

Die reale Rendite deutscher Staatsanleihen ist nach den jüngsten Inflationszahlen auf einen Wert von minus vier Prozent gesunken und markiert damit einen neuen Tiefpunkt, wie Kühn erläuterte. Dass die Europäische Zentralbank auf diese Entwicklung kurzfristig mit steigenden Zinsen reagiert, glaubt Kühn dennoch nicht, da der starke Anstieg der Inflation auf über vier Prozent einen Ausreißer darstelle.

Langfristige Inflationserwartungen intakt

Das sehen auch die Forschungsinstitute so: In ihrer Gemeinschaftsprognose für Deutschland erwarten sie laut Prof. Dr. Peter Bofinger von der Universität Würzburg einen Rückgang innerhalb der kommenden zwei Jahre auf 1,7 Prozent: „Die langfristigen Inflationserwartungen sind intakt“, sagte der Volkswirt auf der Veranstaltung und lobte vor diesem Hintergrund die aktuell moderaten Tarifabschlüsse für das Bauhauptgewerbe.

Dekarbonisierung als Treiber der Kapitalmärkte

Als einen der Treiber für die künftige Entwicklung der Kapitalmärkte identifiziert Kühn stattdessen die Dekarbonisierung. Die Anhebung des CO2-Preises würde zunächst zu einem nachfragedämpfenden Inflationsanstieg führen. „Die Wachstumschancen durch grüne Investitionen überwiegen jedoch.“ Die OECD beziffert den Netto-Wachstumseffekt von grünen Investitionen auf das Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahr 2050 auf 2,8 Prozentpunkte. Würde man den dadurch vermiedenen Schaden für die Umwelt dazurechnen, betrüge der Effekt sogar 4,7 Prozentpunkte.

Outperformance von ESG-Anlagen

In Richtung der institutionellen Anleger betonte Kühn, dass Nachhaltigkeit auch ein wesentlicher Treiber des Risikomanagements von Portfolien sei. So hätten ESG-Anlagen nach Krisenphasen in der Vergangenheit zumeist eine Überrendite erwirtschaftet. „In der Coronakrise war diese Outperformance besonders auffällig.“

Positive Auswirkung auf Rating und Unternehmenserfolg

Aus Sicht von Unternehmen wirkt sich ein gutes ESG-Profil sowohl positiv auf das Rating als auch auf den Geschäftserfolg aus. Prof. Dr. Dirk Schiereck von der Technischen Universität Darmstadt zitierte dazu Studien, wonach schon heute zehn Prozent der Ratingänderungen bei der Agentur Standard & Poor’s durch ESG-Faktoren ausgelöst würden. In 90 Prozent der Fälle wäre ein positives ESG-Profil mit einem entsprechenden finanziellen Unternehmenserfolg verbunden.

„Die Zeiten, in denen Nachhaltigkeit nur etwas für Gutmenschen war, sind längst vorbei“, so der Wissenschaftler. Gleichzeitig verwies er auf eine Studie, nach der Versorgungswerke womöglich noch zu selten systematisch nach ESG-Kriterien investieren und kontrollieren.

Geringe Einflussmöglichkeiten der Investoren

Eine Ansicht, die bei den anwesenden Vertretern von Versorgungswerken auf Widerspruch stieß. Bernd Franken, Geschäftsführer der Nordrheinischen Ärzteversorgung, wies in seinem Vortrag auf die Probleme nachhaltiger Investments u. a. bei Immobilien hin. So würde der größte CO2-Ausstoß beim Bau der Immobilien entstehen. Probleme sieht Franken auch bei den beliebten Anlageklassen Private Equity und Private Debt, da hier, je nach Investmentkonzept, eine zielgerichtete Einflussnahme von Investoren nur bedingt möglich sei.

apoBank unterstützt institutionelle Anleger

Einig waren sich alle Teilnehmer darin, dass das Erfüllen der Leistungsversprechen der Passivseite über die Jahre immer komplexer geworden ist. Mit stetiger Professionalisierung und einem erfahrenen Partner an der Seite seien die Anforderungen jedoch zu bewältigen, erläuterte Alexander Müller, verantwortlicher Vorstand für das institutionelle Anlagegeschäft sowie den Firmenkundenbereich bei der apoBank.

Für die Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen stellte Müller den Anwesenden ein ESG-Scoring in Aussicht, das Wertpapierinventare vom Direktbestand und Fonds mit einer einheitlichen Methode bewertet. Um sich noch weiter zu professionalisieren, kündigte er ein spezielles Schulungsprogramm für die Berater zum Thema Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit einer renommierten Universität an.

Ausgeweitet werden solle darüber hinaus, so Müller, das Angebot geeigneter Investitionskonzepte, die das Institut mit eigenen Ressourcen und strategischen Partnern entwickelt. Hierzu gehören auch Investmentopportunitäten im originären Markt der Bank der Gesundheit.

Unternehmenspräsentation zu erneuerbaren Energien

Ansporn, ESG-Anlagen zur Diversifikation in den Portfolien zu nutzen, gab es auch aus der Praxis: Tobias Bröning von der SkySails Group, einem Hersteller innovativer Systeme zur elektrischen Energiegewinnung, ermunterte die rund 70 Teilnehmer von apoInstitutionell, erneuerbare Energien zur Diversifikation ihrer Portfolien zu nutzen. Hier hätten institutionelle Investoren – z. B. gegenüber Family Offices – noch Nachholbedarf.

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Über die apoBank

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de

Seit der Gründung vor fast 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen

Pressekontakt

Christoph Koos

Christoph Koos

Pressekontakt Pressereferent +49 211 5998 154

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Von Heilberuflern für Heilberufler – so lautet das Prinzip der apoBank seit fast 120 Jahren. Wir beraten die Angehörigen der Heilberufe in jeder Lebensphase, vom Studium über die Anstellung oder Selbständigkeit bis in den Ruhestand – auch über Finanzdienstleistungen hinaus. Als Finanzierungspartnerin im Gesundheitsmarkt begleiten wir zudem die Standesorganisationen, Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt.

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