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Bildquelle: andresr/E+/getty images

Pressemitteilung

Krankenhaus neu gedacht: Warum künftig nicht mehr jeder Patient ein Bett braucht

Bereits seit Dezember 2024 läuft der Umbau der Krankenhauslandschaft. Ein Kraftakt für die Kliniken, der durch anhaltend hohe Kosten, den Fachkräftemangel sowie die jüngst beschlossene Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung zusätzlich erschwert wird. Der neue Krankenhaus-Report der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) zeigt die wichtigsten Entwicklungen im Krankenhausmarkt und beleuchtet wirtschaftliche Auswirkungen der aktuellen Reformen auf die zukünftige Gesundheitsversorgung.

Mit rund 142 Milliarden Euro ist der Krankenhaussektor der größte Ausgabenblock im deutschen Gesundheitswesen. Die Krankenhausreform und die fortschreitende Ambulantisierung sollen die Versorgungsstrukturen effizienter gestalten und medizinische Leistungen stärker am tatsächlichen Bedarf ausrichten. Bis 2030 sollen jährlich mindestens zwei Millionen bislang vollstationäre Fälle verstärkt ambulant oder teilstationär behandelt werden. Je nach Umsetzung der Reform könnten mehrere hundert kleinere Krankenhausstandorte künftig als sektorübergreifende Versorgungseinrichtungen (süV) die weniger komplexen Aufgaben übernehmen.

„Wir werden den Begriff Krankenhaus neu definieren müssen, er steht künftig nicht mehr zwangsläufig für einen mehrtägigen stationären Aufenthalt mit Vollpension“, sagt Nicole Wortmann, Bereichsleiterin Gesundheitsmarkt bei der apoBank. „Kleinere Standorte werden sich stärker auf ambulante Leistungen konzentrieren und ihren Platz in der Versorgungslandschaft zwischen Arztpraxis und Krankenhaus neu finden. Während komplexe medizinische Leistungen nur in spezialisierten Kliniken vorgehalten werden sollen. Das bedeutet weniger klassische stationäre Versorgung an einzelnen Standorten, dafür aber eine stärkere Bündelung von Kompetenzen und eine hochspezialisierte Behandlung bei schweren Erkrankungen.“

Der Umbau der Versorgung braucht noch viele Entscheidungen und Investitionen

Der Wandel der Krankenhauslandschaft wird die Versorgung noch über Jahre prägen. Die Planungshoheit liegt bei den Ländern. Die Kliniken haben bereits beantragt, welche Leistungen sie künftig übernehmen wollen. Bis Ende des Jahres wollen die meisten Länder entscheiden, welche Standorte künftig welche Fachgebiete und Leistungsgruppen anbieten dürfen.

Zur Finanzierung struktureller Anpassungen steht bis 2035 ein Transformationsfonds mit einem Gesamtvolumen von bis zu 50 Milliarden Euro bereit. Doch einige Fragen sind noch zu klären. So ist etwa die konkrete Ausgestaltung und Finanzierung der süV noch nicht abschließend geregelt. Ebenso bleibt offen, wie sich diese neuen Versorgungsformen mit der Bedarfsplanung der niedergelassenen Ärzteschaft verzahnen und welche Rolle die einzelnen Standorte künftig im regionalen Versorgungsnetz übernehmen werden.

„Die Krankenhausreform kann nicht isoliert betrachtet werden. Sie verändert auch die ambulante Versorgung, weil künftig mehr Leistungen sektorenübergreifend und ambulant erbracht werden sollen. Gelingt es, Krankenhäuser, Arztpraxen und andere Gesundheitsanbieter besser zu vernetzen, können Patientinnen und Patienten von höherer Versorgungsqualität und klareren Behandlungspfaden profitieren“, resümiert Wortmann.

Die Kurzfassung des Krankenhaus-Reports steht unten zum Download bereit.

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Über die apoBank

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de

Seit der Gründung vor 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen

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