Deutsche Apotheker- und Ärztebank folgen

Sprechstunde für Ärzte mit Jens Spahn

News   •   Okt 31, 2019 14:38 CET

Netzwerken bei Düsseldorf IN: Eva Quadbeck, Rheinische Post, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Ulrich Sommer, Vorstandsvorsitzender der apoBank (v.l.) Foto: Violetta Odenthal

Rund 600 Gäste folgten am gestrigen Abend der Einladung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank), der Rheinischen Post und SIGNA zu dem Ärzte-Treff Düsseldorf IN in der Kaltstahlhalle des Areals Böhler. Nach einer Begrüßung durch Ulrich Sommer, Vorstandsvorsitzenden der apoBank, stellte sich der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Podiumsdiskussion den Fragen von Eva Quadbeck, Leiterin der Parlamentsredaktion der Rheinischen Post.

Gesundheitswesen modernisieren

Sein grundsätzliches Anliegen sei, das Gesundheitswesen zu modernisieren, die gewachsenen Strukturen würden aber vieles verzögern. Deutlich zu sehen sei das bei der Gesundheitskarte, "sie ist der Berliner Flughafen des Gesundheitswesens", so der Minister. Damit es schneller vorangehe, brauche es Modellprojekte und die Bereitschaft voneinander zu lernen.

Spahns Blick auf die Selbstverwaltung

"Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Selbstverwaltungssystem besser ist, als dass alles der Staat entscheidet - das ist nicht meine Vorstellung von Gesundheitswesen", betonte Spahn. Es brauche den politischen Rahmen, doch der Auftrag, die Details und die Sachtiefe zu verhandeln, gehe an die Selbstverwaltung. Angesprochen auf direkte Interventionen durch das Ministerium sagte er: "Wenn es aber nicht zu Entscheidungen kommt, dann müssen wir einspringen."

Drängende Themen

Die Notfallambulanz zu entlasten, sei beispielsweise ein Thema, dass es gemeinsam mit den Ärztevertretern zu regeln gelte. Ziel müsse es sein, die knappen Ressourcen besser zu steuern und alle im System zu entlasten. Spahn: "Ich will den Bürgern konkret sagen können, wir haben eine Lösung für Ihr Problem." Auf die abschließende Frage nach Themen, die ihn gerade besonders umtreiben, nannte er die Digitalisierung und das Pflegepersonal: Das Digitale habe das Potenzial, Mehrwerte in das Gesundheitssystem zu bringen. Und in der Pflege gelte es, dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Who's who des Gesundheitswesens

Bereits seit 2013 treffen sich zwei Mal im Jahr Akteure aus dem Gesundheitsmarkt bei Düsseldorf IN. Frühere Talkgäste waren unter anderem die Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Daniel Bahr, der Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen sowie Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzende des Weltärztebundes und zuletzt Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.

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