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Bildquelle: gorodenkoff/iStock/Getty Images Plus
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Krankenhäuser 2022: „Der Reformbedarf und Handlungsdruck sind enorm hoch“

Die Kliniklandschaft hat aktuell mit vielen Unwägbarkeiten zu kämpfen: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die geplanten Anpassungen des Finanzierungssystems, der Fachkräftemangel und rückläufige stationäre Fallzahlen verunsichern viele Krankenhäuser. Neue Möglichkeiten ergeben sich zwar durch die Ambulantisierung – doch hier müsste die Politik zuerst handeln. Das ist das Fazit des Branchenreports „Krankenhäuser 2022“ der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank).

Zu alledem kommt noch die demografische Entwicklung, die zu mehr Patienten und weniger Beitragszahlern führt, sodass die Finanzierung der Nachfrage immer schwieriger wird. „Der Reformbedarf und Handlungsdruck sind inzwischen enorm hoch“, sagt Sandro von Korff, Leiter des Bereichs Firmenkunden bei der apoBank. „Die Ampelregierung hat sich viele Baustellen vorgenommen und in den letzten Wochen wurden erste Konturen sichtbar. Bei vielen komplexen Themen wie die Weiterentwicklung der Krankenhausfinanzierung ist allerdings nicht mit schnellen Ergebnissen zu rechnen.“

Am Tropf des Gesetzgebers – aber mit Aktionsradius

Die Klinikbranche ist wie keine andere mit politischen Entscheidungen eng verknüpft, entsprechend wird die Zukunft der stationären Versorgung stark von der Reform der Krankenhausplanung und -finanzierung des Bundes abhängig sein. „Das Krankenhausmanagement wird sich in den kommenden Jahren auf zahlreiche Veränderungen einstellen müssen“, sagt Sandro von Korff. „Doch bei all den Vorgaben gibt es Handlungsspielräume, und jedes Haus kann seinen Platz in der künftigen Landschaft der stationären Versorgung auch mitbestimmen, das eigene Angebot an der regionalen Nachfrage, dem jeweiligen Wettbewerb und den eigenen Leistungsmöglichkeiten ausrichten.“

Allerdings gehen die geplanten Reformen nicht die Investitionsfinanzierung an, da die Krankenhausplanung in Händen der Länder bleibt. Entsprechend werden immer mehr Häuser, um zu modernisieren oder zumindest instand zu bleiben, auf Kredite angewiesen sein. „Die kommenden Monate werden entscheidend für viele Kliniken sein, denn es werden einige wichtige richtungsweisende Leitplanken erwartet, an die sie ihre Strategie anpassen müssen “, so von Korff. „Mit unserem spezifischen Know-how zu Markt- und Wettbewerbsdaten sowie den Erfolgskennzahlen aller Krankenhäuser in Deutschland können wir die Anbieter der stationären Versorgung dabei präzise beraten und wirtschaftlich unterstützen.“

Eine Zusammenfassung des Branchenreports „Krankenhäuser 2022 – Mut zu Veränderungen“ kann hier angefordert werden.

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Anita Widera

Anita Widera

Pressekontakt Pressereferentin 0211 5998 153

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Von Heilberuflern für Heilberufler – so lautet das Prinzip der apoBank seit 120 Jahren. Wir beraten die Angehörigen der Heilberufe in jeder Lebensphase, vom Studium über die Anstellung oder Selbständigkeit bis in den Ruhestand – auch über Finanzdienstleistungen hinaus. Als Finanzierungspartnerin im Gesundheitsmarkt begleiten wir zudem die Standesorganisationen, Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt.

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