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Pressemitteilung

Ausblick: apoBank erwartet konstruktives Kapitalmarktumfeld im zweiten Halbjahr 2026

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) blickt zuversichtlich auf das zweite Halbjahr 2026 an den Kapitalmärkten. Trotz nachwirkender geopolitischer Spannungen und höherer Energiepreise erwartet die Bank ein Umfeld, in dem sich Chancen und Risiken neu austarieren: Während robuste Unternehmensgewinne und Investitionen in Zukunftstechnologien stützen, bleibt ein umsichtiges Risikomanagement entscheidend für den Anlageerfolg.

„Vor diesem Hintergrund richten wir unsere Portfolios klar aus: Wir setzen auf wachstumsstarke Aktienmärkte, nutzen die gestiegene Verzinsung im Rentenbereich und halten Gold bewusst als Stabilitätsanker“, sagt Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer der apoBank. „Entscheidend ist aus unserer Sicht eine breite Diversifikation über Regionen und Anlageklassen hinweg. So lassen sich die vorhandenen Ertragschancen nutzen, ohne die Risiken aus dem Blick zu verlieren.“.

Weltwirtschaft: Dämpfer durch Energiepreise, aber keine Stagflation

Die apoBank rechnet damit, dass das Wachstum der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht zunimmt. Der durch den Iran-Konflikt ausgelöste Energiepreisschock hat bereits zu einer spürbaren Abschwächung geführt, bleibt aber in seiner Wirkung begrenzt.

„Die höheren Energiepreise bremsen zwar die Dynamik in einzelnen Volkswirtschaften, führen aber weder zu einer globalen Stagflation noch zu einer Rezession“, so Pfingsten. Während die USA und China ihre vergleichsweise hohe Resilienz unter Beweis stellen, fällt das Wachstum im Euroraum und insbesondere in Deutschland schwächer aus. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Abhängigkeit von Energieimporten aus der Golfregion.

Inflation: Höher, aber voraussichtlich vorübergehend

Die mehrmonatige Sperrung der Straße von Hormus und die gestiegenen Öl- und Gaspreise haben die Inflationsraten im Euroraum und in den USA erneut anziehen lassen. Die apoBank geht in der Spitze von Inflationsraten von rund 4,1 % in den USA und 3,4 % im Euroraum aus. Zweitrundeneffekte erwartet sie jedoch nicht im größeren Umfang.

„Wir sehen die höhere Inflation – insbesondere in den USA – als hartnäckig an, aber letztlich als vorübergehenden Effekt“, sagt Pfingsten. Ab Ostern 2027 rechnet die apoBank mit wieder deutlicheren Rückgängen der Teuerungsraten und einer allmählichen Rückkehr in Richtung der Zwei-Prozent-Zielmarke bis Ende des kommenden Jahres.

In der Geldpolitik erwartet die apoBank im Euroraum nach dem Zinsschritt im Juni noch eine weitere und letzte Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank im September. Danach sollte bei nachlassendem Inflationsdruck wieder Spielraum für Zinssenkungen entstehen. In den USA rechnet die Bank unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh in diesem Jahr hingegen nicht mit Leitzinsänderungen und erst 2027 mit einer vorsichtigen Rückkehr zum neutralen Zinsniveau.

Aktienmärkte: KI als Wachstumsmotor, Gewinnwachstum als Puffer

Im ersten Halbjahr 2026 haben sich die globalen Aktienmärkte insgesamt positiv entwickelt, getragen von soliden Unternehmensgewinnen. Besonders der Technologiesektor mit Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Halbleiter hat für Dynamik gesorgt. Gleichzeitig weitet sich der Einsatz von KI zunehmend auf klassische Industrien und Dienstleistungssektoren aus und schafft dort Effizienzgewinne.

„Das Gewinnwachstum bleibt für uns der entscheidende Anker an den Aktienmärkten“, betont Pfingsten. „Investitionen in KI-Infrastruktur und Rechenzentren stützen die Unternehmensgewinne, insbesondere in den USA und in ausgewählten Schwellenländern.“

Regional setzt die apoBank klare Schwerpunkte: Schwellenländer profitieren von ihrem hohen Anteil an Technologieunternehmen, die USA von ihrer Innovationsstärke, Japan von strukturellen Reformen und einer investorenfreundlichen Unternehmenspolitik. Europa bleibt aufgrund geringerer Wachstumsimpulse und einer schwächeren Gewinnentwicklung strukturell zurück. Entsprechend gewichtet die apoBank Aktien insgesamt über, mit einem Fokus auf Schwellenländern sowie ergänzend USA und Japan.

Rentenmärkte: Selektiv höhere Quoten, Fokus auf laufende Erträge

Nach einer Phase erhöhter Zinsvolatilität haben sich die Rentenmärkte zuletzt stabilisiert. Unternehmensanleihen und Staatsanleihen aus Schwellenländern haben sich in diesem Umfeld robust gezeigt. Vor diesem Hintergrund stärkt die apoBank ihre Position im Rentenbereich und gewichtet Renten über.

Im Segment europäischer Staatsanleihen baut die Bank insbesondere Positionen am kurzen Laufzeitende aus. Diese Ausrichtung spiegelt die im Vergleich zum Markt weniger restriktive Zinserwartung wider und bietet eine attraktive laufende Verzinsung. Gleichzeitig hält die apoBank an Übergewichtungen bei Unternehmensanleihen mit guter Bonität und im High-Yield-Segment fest. Staatsanleihen der Schwellenländer bleiben ein wichtiger Baustein aufgrund ihres attraktiven Renditeprofils. Japanische Staatsanleihen werden dagegen angesichts steigender fiskalischer Risiken und erwarteter weiterer Leitzinsanhebungen der Bank of Japan untergewichtet, US-Treasuries neutral gehalten.

Rohstoffe und Währungen: Gold als Stabilitätsanker, US-Dollar vor Trendwende

Am Ölmarkt erwartet die apoBank nach den starken Schwankungen des ersten Halbjahres eine Bewegung in einer Bandbreite von rund 70 bis 80 US-Dollar je Barrel, temporäre Ausbrüche nach unten oder oben sind aber auch nicht ausgeschlossen. Gold profitiert von einer strukturell hohen Nachfrage, insbesondere durch Zentralbanken in Schwellenländern, die ihre Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren wollen. Die apoBank hält daher an einer Übergewichtung von Gold als strategischem Stabilisator fest und hat die Position jüngst leicht aufgestockt.

Mit Blick auf die Währungen geht die Bank davon aus, dass der US-Dollar mit der Aussicht auf eine nachhaltige Entspannung im Nahostkonflikt wieder auf seinen mittelfristigen Abwertungspfad gegenüber dem Euro einschwenkt. Die 12-Monats-Prognose der apoBank für den Wechselkurs liegt bei 1,20 US-Dollar/Euro.

Ausblick: Ausgewogene Positionierung für ein anspruchsvolles Umfeld

„Die Kombination aus wachstumsorientierten Aktien und selektiv eingesetzten Rentenbausteinen, ergänzt um Gold als Stabilitätsanker, bildet für uns die Grundlage für stabile Erträge in einem anspruchsvollen Marktumfeld“, fasst Pfingsten zusammen. „Für langfristig orientierte Anleger sehen wir im zweiten Halbjahr 2026 gute Chancen, Erträge zu sichern und Risiken zugleich bewusst zu steuern.“

Unsere zehn Thesen und weitere Informationen: apoStrategie Ausblick 2. Halbjahr 2026

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Über die apoBank

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de

Seit der Gründung vor 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen

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