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v.l.n.r. Stefan Groeters, Mirko Engels, Olaf Landau, Michael Bommer, Sabrina Marggraf, Reinhard Pfingsten, Pilar Junco, Dr. Lars Edler, Quelle: Violetta Odenthal

Pressemitteilung —

apoInstitutionell Symposium 2026: Professionelle Investoren trotz globaler Risiken optimistisch

Die derzeitige geopolitische Lage ist turbulent. Trotzdem zeigen sich die globalen Kapitalmärkte bislang widerstandsfähig. Entsprechend optimistisch war die Stimmung unter den rund 60 Teilnehmenden am Symposium apoInstitutionell, zu dem die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) nach Düsseldorf eingeladen hatte. Die jährlich stattfindende Veranstaltung bietet institutionell Anlegenden ein Forum für den Austausch zu aktuellen Kapitalmarktthemen, langfristigen Anlagestrategien und regulatorischen Entwicklungen.

„Institutionelle Anleger bewegen sich aktuell in einem anspruchsvollen Umfeld aus globalen Spannungen und strukturellen Veränderungen an den Kapitalmärkten. Umso wichtiger ist der persönliche Austausch über Strategien, um langfristige Stabilität in den Portfolien zu erreichen und gleichzeitig Renditechancen zu nutzen“, sagte Mirko Engels, Leiter Institutionelle Kunden der apoBank, zur Begrüßung der Veranstaltung.

Wachstum bleibt stärker als die geopolitischen Risiken

Zum Auftakt des Symposiums, das von n-tv-Moderatorin Sabrina Marggraf moderiert wurde, analysierte Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer der apoBank, unter dem Titel „Wachstum schlägt Geopolitik!?“ die maßgeblichen Einflussfaktoren für die Kapitalmärkte. Dazu zählen neben den geopolitischen Konflikten die hohe US- Staatsverschuldung, die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und ganz aktuell die bevorstehenden Mid-Term-Wahlen in den Vereinigten Staaten: „Die Volatilität an den Märkten ist vor Midterms traditionell hoch, die Renditen eher gering“, erklärte Pfingsten. Sollte es wie erwartet zu einem Split-Government kommen, sei das tendenziell eine gute Nachricht für Anlegende.

apoBank in Bezug auf Aktien, Renten und Alternatives optimistisch

Hinsichtlich der positiven Entwicklungen an den Aktienmärkten verwies Pfingsten auf die steigenden Gewinnerwartungen der Unternehmen, die das Wachstum tragen würden. Zudem habe sich die Marktbreite im Laufe des Jahres wieder erhöht, sodass die Entwicklung nicht mehr allein von wenigen Technologiewerten abhänge.

Entsprechend optimistisch ist die aktuelle Positionierung der apoBank in Bezug auf Aktien, Renten und Alternatives: „Das grundsätzliche Konzept des 60/40 Portfolios ist nicht tot, das Zusammenspiel von Aktien zu Anleihen in diesem Umfeld führt aber nicht mehr zu der gewünschten Stetigkeit. Daher ist eine Beimischung von Alternativen wie Volatilitäts- oder Dispersionsstrategien angeraten.“

Mit Blick auf die Geldpolitik sprach Pfingsten von überzogenen Zinserwartungen der Märkte. Sowohl für die US-Notenbank als auch für die Europäische Zentralbank würden Marktteilnehmer einen restriktiveren Kurs einpreisen, als derzeit fundamental gerechtfertigt erscheine.

Versorgungswerke: Kapitalanlagegewinn entscheidend für Leistungsniveau

Institutionell Anlegende wie berufsständische Versorgungswerke müssen erfolgreich in diesem makroökonomischen Umfeld agieren, um ihrem eigenen Selbstverständnis und den Erwartungen ihrer Kunden gerecht zu werden, wie Stefan Groeters, Geschäftsführer des Psychotherapeutenversorgungswerks, den Teilnehmenden erläuterte. Groeters verglich die Leistungen und Finanzierungsmodelle der gesetzlichen Rentenversicherung mit denen von Versorgungswerken und zeigte anhand von Rechenbeispielen, wie sich Leistungsniveaus und Anwartschaften entwickeln können. Sein Fazit: Kapitalanlagegewinn ist für Versorgungswerke entscheidend, um das Leistungsniveau erhalten bzw. erhöhen zu können.

Steigende Komplexität erfordert neue Umsetzungsstrategien

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie institutionelle Investoren ihre Kapitalanlage angesichts wachsender Marktkomplexität, zunehmender regulatorischer Anforderungen und begrenzter personeller Ressourcen effizient organisieren können.

Als möglichen Lösungsansatz präsentierte Dr. Lars Edler, Geschäftsführer der Fondgesellschaft und apoBank-Tochter apoAsset, so genannte Outsourced-Chief-Investment-Officer-(OCIO)-Modelle. Dabei werden die Auswahl, Steuerung und Überwachung der liquiden Kapitalanlagen an einen spezialisierten Partner ausgelagert, während strategische Grundsatzentscheidungen wie Anlageziele und Risikobudgets beim Investor verbleiben. Diese in den USA, UK und den Niederlanden bereits sehr verbreiteten Modelle ermöglichten eine Professionalisierung der Kapitalanlage, ohne die Entscheidungshoheit der Gremien aufzugeben.

Edler argumentierte, dass hochwertige Governance-Strukturen zunehmend zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor der Kapitalanlage werden: „Governancequalität ist bares Geld.“ Besonders hob er die Bedeutung systematischer Managerselektion und eines kontinuierlichen Monitorings hervor. Angesichts eines Universums von mehreren zehntausend Fonds seien strukturierte Auswahlprozesse und Verhandlungsmacht bei Kosten und Gebühren wichtige Renditehebel. „Rendite ist ungewiss, Kosten sind sicher.“

Alternative Investments: Wachsende Bedeutung semiliquider Strukturen

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um die Rolle alternativer Investments sowie um moderne Ansätze zur Private-Equity-Allokation.

Michael Bommer vom Bundesverband Alternative Investments (BAI) beleuchtete die wachsende Bedeutung semiliquider Strukturen, so genannter Evergreens. Er erläuterte, wie veränderte Marktbedingungen, ein anhaltender Exit-Stau im Private-Equity-Sektor und neue Investorengruppen die Entwicklung von Evergreen-Konzepten vorantreiben. Zugleich ging er auf die Anforderungen institutioneller Investoren hinsichtlich Liquiditätssteuerung, Governance und Risikomanagement ein.

apoBank und AltamarCAM mit gemeinsamer Evergreen-Lösung

Wie sich Private-Equity-Investitionen künftig effizienter und flexibler in institutionellen Portfolios steuern lassen, erläuterte Pilar Junco, Managing Partner bei AltamarCAM, einem Investmentunternehmen im Bereich Private Markets. Junco zeigte auf, dass Evergreen-Strukturen Anlegern einen sofortigen Marktzugang sowie ein kontinuierliches Investment-Exposure ermöglichen und damit klassische geschlossene Fonds sinnvoll ergänzen können.

apoBank und AltamarCAM stellten den Veranstaltungsteilnehmenden eine gemeinsame Evergreen-Lösung für institutionelle Investoren vor: Der geplante apo PE Evergreen ist ein Private-Equity-Fonds, der die institutionelle Kundennähe der apoBank mit der globalen Investmentexpertise von AltamarCAM verbindet, wie Olaf Landau, Executive Director Investor Relations beim Investmentunternehmen, erläuterte.

Das Konzept setzt auf ein breit diversifiziertes Portfolio aus Secondaries und Co-Investments und strebt Beteiligungen an 150 bis 250 Unternehmen an. Rund 80 Prozent des Vermögens werden in Private Equity investiert, während ein Liquiditätspuffer von etwa 20 Prozent von der apoBank in liquide festverzinsliche Wertpapiere angelegt wird.

Mit klar definierten Leitplanken bei Diversifikation, Konzentration und Liquidität ist das Konzept laut apoBank speziell auf die Anforderungen institutioneller Investoren zugeschnitten. Ziel sei es, schnelles Marktexposure mit professionellem Liquiditätsmanagement zu verbinden und Anlegenden einen langfristigen, planbaren Zugang zur Anlageklasse Private Equity zu ermöglichen.

Zum Abschluss des Symposiums diskutierten die Referentinnen und Referenten gemeinsam mit den Teilnehmenden die zentralen Erkenntnisse des Tages sowie die Auswirkungen auf die strategische Ausrichtung institutioneller Portfolios. Die hohe Beteiligung aus dem Plenum zeigte das anhaltend große Interesse an fundierten Einschätzungen zu Kapitalmärkten, Regulierung und Anlagestrategien.

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Über die apoBank

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de

Seit der Gründung vor 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen

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