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Marktkommentar: Zehn Thesen zur Aktienmarktentwicklung

Die Aktienmärkte werden weiterhin von robustem Gewinnwachstum, einer starken Berichtssaison und dem anhaltenden KI-Investitionszyklus gestützt. Gleichzeitig sorgen höhere Anleiherenditen, geopolitische Risiken und mögliche Handelskonflikte für Gegenwind. Insgesamt überwiegen jedoch derzeit die positiven Fundamentalfaktoren, zumal sich die Marktführerschaft zunehmend auf eine breitere Unternehmensbasis ausweitet.

In zehn Thesen fasst Stefan Schüder, CFA, Senior Specialist Economics bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank), zusammen, was aus Sicht der apoBank die weitere Entwicklung an den internationalen Börsen in nächster Zeit bestimmen wird:

  1. Die starke Berichtssaison und das robuste Gewinnwachstum stützen die Aktienmärkte weiterhin.
  2. Der KI-Investitionszyklus bleibt intakt und sorgt für nachhaltigen Rückenwind bei Wachstum und Unternehmensgewinnen.
  3. Zwar werden die hohen Erwartungen an KI zunehmend hinterfragt, bislang sehen wir jedoch keine hinreichend fundamentalen Argumente für ein beginnendes Ende des Trends.
  4. Die robuste globale Konjunktur schafft ein insgesamt konstruktives Umfeld für Risikoanlagen.
  5. Wir erwarten trotz höherer Energiepreise keine Zweitrundeneffekte über die Lohn-Preis-Spirale und damit auch keinen Anlass für die Fed, die Zinsen anzuheben.
  6. Steigende Anleiherenditen bleiben ein Risikofaktor, da sie die Finanzierungskosten erhöhen und die Kreditmärkte belasten können.
  7. Die positiven Gewinn- und Konjunkturaussichten kompensieren derzeit die Belastungen durch höhere Öl- und Energiepreise.
  8. Der Aktienmarktaufschwung gewinnt an Breite, da zunehmend auch Unternehmen außerhalb der großen Technologiekonzerne von KI profitieren.
  9. Der Technologiesektor bleibt der zentrale Treiber der globalen Aktienmarktentwicklung.
  10. Die größten Risiken für die Aktienmärkte bleiben eine Eskalation des Nahostkonflikts, steigende Energiepreise sowie eine Wiederbelebung von Handelskonflikten.

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