Deutsche Apotheker- und Ärztebank folgen

Wie geht’s uns denn - nach der Bundestagswahl? Die Ergebnisse von Im-Puls-Gesundheit

Pressemitteilung   •   Sep 19, 2017 11:00 CEST

Im-Puls-Gesundheit: Die Auswertung der gesundheitspolitischen Fragestellungen.

Themenserivce zur Auswertung des Im-Puls-Gesundheit

Vor gut vier Wochen startete die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) den Thesen-Check „Im-Puls-Gesundheit“. Die Anwendung basiert auf den Parteiprogrammen von sechs Parteien, die derzeit im Bundestag oder Landtagen vertreten sind und stellt die Aussagen zum Gesundheitsmarkt zusammen. Hier der Blick auf die wichtigsten gesundheitspolitischen Thesen aus Sicht der ersten 5.000 Teilnehmer von Im-Puls-Gesundheit.

Hohe Befürwortung struktureller Verbesserungen

Verbesserungen der ambulanten Versorgung sind den Teilnehmern ein Anliegen: 85 Prozent befürworten die Ausweitung der ärztlichen Niederlassungen insbesondere auf dem Land. Die weitere Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung verspricht eine bessere Patientenversorgung. Entsprechend stimmen knapp 70 Prozent Verbesserungen an den Sektorengrenzen zu. Dass in diesem Themenumfeld eine einheitliche Vergütungsverordnung für die Abrechnung (zahn)ärztlicher Leistungen eingeführt werden sollte, wird von mehr als der Hälfte der Teilnehmer befürwortet. Gleichzeitig sollten die Möglichkeiten der kommenden Heilberufsgeneration von verbessert werden: Für die Reform des Medizinstudiums und der Studienplatzvergabe sprechen sich fast 70 Prozent aus.

Deutliche Einschätzungen im Apothekenmarkt

Zwei der aus den Parteiprogrammen gewählten Thesen betreffen explizit die Apothekerschaft. Auch hier vertreten die Teilnehmer von Im-Puls-Gesundheit deutliche Ansichten: So lehnen mehr als die Hälfte die Abschaffung des Fremdbesitzverbots von Apotheken ab. Weniger als ein Fünftel spricht sich für diese Forderung aus. Das viel diskutierte Verbot des Online-Versands rezeptpflichtiger Arzneimittel, befürwortet mit 46 Prozent etwas weniger als die Hälfte der Teilnehmer. Mehr als 30 Prozent sind gegen das Verbot.

Reformbedürftigkeit der stationären Versorgung

Auch die Unzulänglichkeiten bei der Finanzierungsystematik des stationären Sektors zeigen sich im Abstimmungsergebnis von Im-Puls-Gesundheit: Knapp 70 Prozent sind der Ansicht, dass die Finanzierung der Krankenhäuser reformiert werden muss und nicht mehr allein in der Verantwortung der Länder liegen sollte. Deutlich mehr als die Hälfte der Teilnehmer blickt zudem kritisch auf Fallpauschalen im Krankenhaus: Fast 60 Prozent sprechen sich für eine Reform des DRG-Vergütungssystems aus.

Finanzierung des Gesundheitswesens

Zu den derzeit kontrovers diskutierten Thesen, die in erster Linie unmittelbar die Bürger betreffen, zählt u.a. die Frage nach der Art der Krankenversicherung. Der Forderung, dass alle in einer einheitlichen Bürgerversicherung versichert sein sollten, stimmen mit mehr als 46 Prozent fast die Hälfte der Teilnehmer zu. Gegen die Abschaffung des dualen Systems von PKV und GKV sprechen sich mehr als ein Drittel aus.

Die Ergebnisse aller 18 gesundheitspolitischen Thesen des Im-Puls-Gesundheit sowie eine grafische Übersicht finden Sie in der Datei apoBank_IPG_Auswertung.pdf

Methodik

Der Im-Puls-Gesundheit ist seit 15.08.2017 im Internetauftritt der apoBank eingebunden. Nutzer der Anwendung können damit 18 Thesen, die sich hinsichtlich der Gesundheitspolitik in den Wahlprogrammen der Parteien finden, bewerten. Hierzu können sie den Thesen zustimmen, sie ablehnen, neutral gewichten, doppelt gewichten oder überspringen. Die Auswertung von Im-Puls-Gesundheit analysiert die Bewertung der Thesen von über 5.000 Teilnehmern. Außerhalb dieser Angaben wurden keine weiteren Nutzerdaten erhoben. Der Im-Puls-Gesundheit ist noch bis zum 24. September 2017 unter www.apobank.de/impulsgesundheit zu erreichen.

Über die apoBank

Mit 426.700 Kunden und über 110.000 Mitgliedern ist die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de

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