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Karriere als Heilberufler - die Qual der Wahl

News   •   Apr 09, 2018 13:00 CEST

Foto: apoBank

Klinik oder Praxis? Angestellt oder niedergelassen? Welchen beruflichen Weg wählen? Hilfestellung bei der Beantwortung dieser Fragen gab es für junge Ärzte und Zahnärzte beim Tag der Chancen im Haus der Heilberufe in Magdeburg. In der Veranstaltung der Kassen(zahn)ärztliche Vereinigung, der Landes(zahn)ärztekammer Sachsen-Anhalt und der apoBank konnten Teilnehmer in Workshops herausfinden, wie sie ihren beruflichen Werdegang planen können.

"Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Beruf auszuüben", sagte Ingo König, Leiter der apoBank-Filiale in Magdeburg. "Bei der Entscheidung kommt es darauf an, zu wissen, welche beruflichen Optionen voliegen, doch vor allem ist es wichtig rauszufinden, welche individuellen Voraussetzungen und Präferenzen man hat, auch um mehr Spaß am Beruf zu haben." Entsprechend ging es in der Session "Karriere als Heilberufler - die Qual der Wahl" darum, die persönlichen Vorstellungen und Wünsche zu reflektieren, die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten einzuschätzen und zu erkennen mit welchem beruflichen Weg diese am besten zu vereinbaren sind. Die Teilnehmer lernten Methoden zu Selbsteinschätzung, mit denen sie die eigenen Persönlichkeitsmerkmale identifizieren konnten, um daraus die Entscheidungen für die berufliche Laufbahn ableiten zu können.

Im Laufe des Tages wurden die verschiedenen Formen der Berufsausübung vorgestellt. "Vor allem in der ambulanten Versorgung ist die Vielfalt groß", sagte König, "Heilberufler können heute neben der klassischen Einzelpraxis alternative Wege in die eigene Niederlassung gehen." Die Fragen aus dem Teilnehmerkreis zeigten, dass der Aufklärungsbedarf hier groß ist. Das Spektrum ging von Teilzulassungen, den Möglichkeiten Entlastungsassistenten zu beschäftigen bis hinzu den Unterschieden zwischen Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ. 

Da Bürokratie und Dokumentationsaufwand ein Dauerbrenner in der medizinischen und zahnmedizinischen Praxis und im Klinikalltag sind, widmeten die Veranstalter eigens diesem Thema eine Session "Souverän durch den Arbeitsalltag". Auch die anwesenden jungen Heilberufler waren bereits mit dem hohen Administrationsaufwand konfrontiert und äußerten darüber ihren Unmut. "Ich bin vor allem deshalb Ärztin geworden, um mit Menschen zu arbeiten", sagte eine Teilnehmerin. Entsprechend groß war das Interesse zu erfahren, wie man seine eigenen Ressourcen effektiv nutzt und dadurch die eigene Leistungsfähigkeit bewahrt. In einem interaktiven Workshop vermittelten die Referenten, wie Selbstmanagement und eine gute Arbeitsorganisation entlasten können. Auch Themen wie Personalführung oder Verhandlungstaktiken wurden behandelt.

Wer wissen wollte, was es bedeutet, sich in eigener Praxis niederzulassen, konnte Genaueres in der Nachmittagsrunde erfahren. Dabei wurde deutlich, dass die Selbständigkeit je nach eigenen Vorstellungen und Präferenzen gestaltet werden kann. "So ist zum Beispiel die ständige Verfügbarkeit nicht mehr zwingend", sagte König. "Wer sich eine flexible Arbeitszeitgestaltung, fachlichen Austausch und Synergieeffekte wünscht, muss nur die richtige Wahl treffen." Einen guten Einblick in die Praxis lieferten die Erfahrungsberichte der bereits niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte. Außerdem erhielten die Teilnehmer einen Überblick über die Trends bei der Niederlassung, die Gründungsvoraussetzungen und die Kosten.

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