Deutsche Apotheker- und Ärztebank folgen

Menschen zu heilen ist Ärzten wichtiger als eigene gesunde Lebensweise

News   •   Mai 27, 2019 15:31 CEST

Inside Heilberuf - eine Studie der apoBank

Am 28. Mai 2019 beginnt der 122. Deutsche Ärztetag in Münster. Ein Schwerpunkt umfasst das Thema "Wenn die Arbeit Ärzte krank macht". Welchen Stellenwert die eigene Gesundheit bei Ärztinnen und Ärzten selbst hat, untersuchte vor zwei Jahren die Studie der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) „Inside Heilberuf“. Das Ergebnis kann für die Diskussion wichtige Impulse liefern, denn gesunde Lebensweise und persönliche Fitness sind im Schnitt den Ärzten weniger wichtig (Platz 5) als Menschen helfen und heilen (Platz 3).

Wunsch nach mehr Patientenorientierung und Flexibilität im Berufsalltag

Im Rahmen der Studie befragte die apoBank die Ärzte auch nach deren Wünschen für den beruflichen Alltag: Mehr Autonomie und Entscheidungsfreiheit sind den Befragten ein starkes Bedürfnis: Für ihren beruflichen Alltag wünschen sich 69 Prozent mehr Zeit für den Patienten. 66 Prozent sprechen sich für mehr Unabhängigkeit bei beruflichen Entscheidungen und 60 Prozent für mehr Flexibilität bei ihrer Arbeitszeitgestaltung aus.

Bürokratie ist Reizthema Nummer eins

Ein weiteres Ergebnis ist der Ruf nach weniger Regulierung und Bürokratie: Auf der Agenda der Herausforderungen für das Gesundheitswesen steht der bürokratische Aufwand im Berufsalltag ganz oben – 59 Prozent der Befragten sehen hier Handlungsbedarf. An zweiter Stelle mit 48 Prozent landete die Attraktivität des Heilberufs für den Nachwuchs, gefolgt von staatlichen Regulierungen und Budgetierung bei der Patientenversorgung (40 Prozent). Diese Werte korrelieren entsprechend mit dem stark ausgeprägtem Wunsch nach weniger Dokumentationspflichten und Verwaltungsarbeit im beruflichen Alltag.

Methodik

Für die Studie wurden im Auftrag der apoBank wurden 500 Heilberufler, darunter 200 Ärzte, 100 Apotheker und 100 Zahnärzte, durch das Institut DocCheck Research online befragt.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie in Grafiken zum Download finden Sie hier.

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